Das erste Buch von B.A. Paris, „Saving Grace„, ebenfalls ein Psychothriller, habe ich verschlungen. Es war eines meiner absoluten Lieblingsbücher in  2017 und deshalb war für mich klar, dass ich auch den neuen Psychothriller „Breakdown Sie muss sterben. Und du bist Schuld“ unbedingt lesen muss.

Inhalt / Klappentext

Eine einsame Landstraße. Eine ermordete Frau. Und du bist die Einzige, die ihr hätte helfen können.

Es ist dunkel, ein Unwetter tobt und die junge Lehrerin Cass will so schnell wie möglich nach Hause. Als sie auf der verlassenen Landstraße ein parkendes Auto sieht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie steigt nicht aus, um der Fahrerin Hilfe anzubieten. Sie fährt weiter. Am nächsten Tag erfährt sie, dass die Frau in ihrem Auto ermordet wurde. Und nicht nur das: Cass kannte das Opfer. Von Schuldgefühlen geplagt, fragt sie sich, ob sie die schreckliche Tat hätte verhindern können. Dann erhält sie plötzlich anonyme Anrufe – am anderen Ende nur bedrohliches Schweigen. Ist der Mörder jetzt auch hinter Cass her?

Meine Meinung

Vorab vielleicht erst einmal einige Worte zu dem Titel. Wieso musste es denn so ein langer, sperriger Titel sein? Der englische Originaltitel ist kurz und knapp, einfach „Breakdown“. Vielleicht dachte man, da es schon mehrere Bücher dieses Titels gibt, müsse man ihn verlängern… Ich finde ihn sperrig und unglücklich gewählt, nun aber zum Inhalt des Buches.

Es ist aus der Sicht von Cass geschrieben. Sie ist eine junge Lehrerin, glücklich verheiratet, ihre Mutter ist vor kurzem nach einer frühen Demenzerkrankung verstorben. Cass, die sie aufopferungsvoll gepflegt hat, macht sowohl der Tod ihrer Mutter als auch deren frühe Demenzerkrankung sehr zu schaffen. Eines Abends sieht sie am Strassenrand ein geparktes Auto mit einer jungen Frau stehen, fährt aber wegen eines Unwetters weiter. Am nächsten Tag erfährt Cass, dass die junge Frau ermordet wurde – hätte sie ihr helfen können? Und zeitgleich beginnen mysteriöse, stumme Anrufe und Cass befürchtet, dass der Mörder hinter ihr her ist. Nach und nach häufen sich merkwürdige Begebenheiten, sie vergisst plötzlich Dinge und Verabredungen. Bildet sie sich auch die Anrufe ein? Hat sie eventuell auch die gleiche frühe Form von Demenz, an der auch ihre Mutter erkrankt ist?

B.A. Paris spielt mit der unzuverlässigen Erzählerin und führt auch uns als Leser in die Irre – was können wir glauben, was bildet sich Cass ein? Die Angst vor der Demenzerkrankung ist so detailliert und gut beschrieben, dass ich mit Cass mitgelitten habe. Leider ist das aber auch alles, was gut gelungen ist. Die junge Lehrerin fügt sich zu schnell und willig in eine Rolle die ihr zugeschrieben wird und wirkte auf mich unsympathisch und zu naiv. Alles war etwas zu sehr konstruiert und langatmig. Erst auf den letzten Seiten wurde es noch einmal spannend, auch wenn das Ende keine totale Überraschung bereithielt.

Fazit

Die hohen Erwartungen, die ich durch „Saving Grace“ an das neue Buch hatte, wurden leider nicht erfüllt. „Breakdown Sie muss sterben. Und du bist Schuld“ liest sich zwar schnell und flüssig, kann aber mit dem Erstlingswerk von B.A. Paris nicht mithalten.

Über das Buch

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Das Buch ist gerade im Goldmann Verlag erschienen, es ist ein Taschenbuch, hat 448 Seiten und kostet EUR 9,99.

Link zum Buch

Weitere  Stimmen zu Breakdown:


2 Comments

  1. Hey Vera,
    schade, dass dich das Buch nicht so begeistern konnte. Ich fand es ganz okay, kenne allerdings auch das andere Buch der Autorin nicht, vielleicht hatte ich dadurch andere Ansprüche 😀

    Danke im Übrigen auch für die Verlinkung! Freut mich immer zu sehen, wenn andere Leute die gleichen Bücher lesen.

    Viele Grüße
    Heffa

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