Thriller

JP Delaney – Tot bist du perfekt [Rezension]

Es gibt Bücher die schaffen es, einen so zu fesseln, dass man sie in einem Stückdurchlesen muss bzw. will. „Tot bist du perfekt“ ist für mich solch ein Buch. Ich habe es ohne Unterbrechung auf der Zugfahrt von Karlsruhe nach Hamburg gelesen.

Inhalt

Stell dir vor, du wachst auf und denkst du bist scheinbar im Krankenhaus. Irgendetwas Schlimmes muss geschehen sein, aber du weißt nicht was. Dann siehst du deinen Mann, er hat vor Freude Tränen in den Augen und sagt dir, dass alle hart daran gearbeitet haben, dich zurückzubekommen – aber alles ist ganz anders als du denkst….

Meine Meinung

Wie Anfangs schon erwähnt, hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich denke es ist kein Spoiler (diese Information erhält der Leser bereits auf Seite 10) wenn ich verrate, dass Abbie aufwacht und eine perfekte künstliche Intelligenz ist, ein sogenannter „Cobot“. Diese „Compagnion Robot“ sind dafür geschaffen, Menschen über den Verlust einer geliebten Person hinwegzuhelfen, zu trösten und emotional zu unterstützen. Denn das besondere an diesen Robotern ist, neben dem, dass sie total natürlich aussehen und somit von einem Menschen optisch nicht zu unterscheiden sind, dass die die Fähigkeit der Empathie haben und mit Gefühlen ausgestattet sind.

Abbie hatte einen Unfall den sie offensichtlich nicht überlebt hat. Ihr Mann Tim, ein Hightech-Unternehmer, der sie abgöttisch geliebt hat, hat alle Energie und sein Vermögen investiert um den Robot Abbie zu entwickeln. Langsam beginnt die „neue Abbie“ sich in ihr „Leben“ einzufinden und merkt schnell, dass nicht alles so ist wie es scheint…,

Der Schreibstil des Buches ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Eigentlich ist die Erzählperspektive die der Cobot Abbie, aber ein – dem Leser anfangs nicht bekannter – dritter Erzähler aus der Zukunft erzählt ihr die Geschichte.

Zitat S. 11 „Dein erster Gedanke ist, dass du halluzinierst, dass diese Situation hier der Traum ist, nicht die Szene mit dem Heiratsantrag. Was Tim da über technisches Zeug wie Mind Files und neuorale Netze redet, ist dir vollkommen unverständlich.“

Diese Erzählweise, gemeinsam mit kurzen Kapiteln und einer spannenden Handlung machen das Buch zu einem Pageturner. Gemeinsam mit Abbie, die auf eigenständiges Denken programmiert wurde, will ich als Leser unbedingt erfahren, was damals wirklich passiert ist. Denn der Cobot Abbie ist sich bald nicht mehr sicher, ob alle Daten die ihr zur Verfügung stehen, vollständig sind.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Eine wirklich erschreckende Zukunftsversion und ein spannender Thriller. Neben dem Zukunftsszenario des künstlichen Intelligenz spielt auch Autismus in der Geschichte eine große Rolle. Dieses Thema ist für den Autor JP Delaney besonders wichtig, denn er hat selber einen autistischen Sohn.

Mich hat „Tot bist du perfekt“ immer wieder überrascht, die Wendungen waren nicht vorhersehbar und besonders nicht der Showdown am Ende. Ein absolut gelungener Thriller, die perfekte Unterhaltungslektüre, die aber auch zum Nachdenken anregt.

🖤🖤🖤🖤🖤 Thrillerherzen für ein Buch welches leider viel zu schnell ausgelesen war!

Über das Buch

„Tot bist du perfekt“ erscheint am 09.03.2020 im Penguin Verlag erschienen. Es hat 449 Seiten und kostet als broschierte Ausgabe EUR 13,00 – link zum Buch bei Thalia.
Die Rezension zu dem ersten Thriller von JP Delaney „The girl before“ könnt ihr hier lesen.

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