Neben dem Lesen ist Kochen eine meiner großen Leidenschaften. Deshalb wächst meine Kochbuchsammlung auch ständig.

Einer meiner letzten Neuzugänge ist das Kochbuch „Die echte indische Küche“, welches im Herbst im Hölker Verlag erschienen ist.

Inhalt

Das Buch führt mit über 500 Rezepten durch die sechs großen Regionen Indiens. So lernt man die kulinarische Vielfalt und auch ein kleines Stück Indien kennen.

Sonal Ved ist eine erfolgreiche indische Food-Autorin. Ihre Artikel sind bereits in zahlreichen namenhaften indischen Zeitungen und Zeitschriften erschienen und 2016 hat sie ihr erstes Kochbuch veröffentlicht. Sie arbeitet als Food-Redakteurin bei der indischen Vogue und lebt in Mumbai.

Meine Meinung

Der Aufbau

Das Buch beginnt mit einem kurzen Vorwort und einer Einführung in die Entstehung des Buches. Dann schliesst sich ein Glossar an, welches mit Bildern die wichtigsten Zutaten der indischen Küche auflistet. Dieses Glossar finde ich sehr interessant und hilfreich, viele Zutaten sind in Europa eher unbekannt und waren mir nicht geläufig.

Als nächstes findet man eine Übersicht über die Grundrezepte der indischen Küche. Hier sind beispielsweise die Zubereitung von Ghee, Papaypaste, Senföl oder Garam Masala erklärt. Aber auch die typischen indischen Kochtechniken werden kurz erläutert.

Dann kommt der Hauptteil, in dem die Rezepte in die einzelnen Regionen Indiens unterteilt sind: Nordindien, Zentralindien, Westindien, Südindien, Ostindien und Nordostindien.

Jede Region wird auf einer Doppelseite schriftlich und auf einer weitern Doppelseite mit Bildern vorgestellt. Dann folgen die regional typischen Rezepte, geordnet nach Vorspeisen und Snacks, Geflügel und Eier, Fleisch, Fisch, Vegatrisches usw.

Am Ende des Buches findet sich noch ein Register aller Rezepte.

Die Rezepte

Einige der 500 vorgestellten Rezepte habe ich nachgekocht. Die Rezepte sind gut umzusetzen, auch wenn die Zutaten teils eine Herausforderung darstellen, weil einiges in Deutschland schwierig zu finden ist. Leider gibt es im Buch nur wenige Rezeptbilder, was mir die Auswahl der Rezept, die ich nachkochen wollte, etwas erschwert hat. Gerade bei einer nicht so bekannten Küche finde ich es toll, Bilder der fertigen Gerichte zu sehen. Hier hätte ich mir lieber weniger Rezepte, dafür aber mehr Bilder gewünscht.

Auch die Zeitangaben sind teilweise ungenau, so sind Ruhezeiten nicht berücksichtigt.

Die Übersichtlichkeit

Die Übersichtlichkeit fehlt leider bei diesem Kochbuch. Durch die Aufgliederung in Regionen und danach in Fleisch, Fisch, Getränke usw. muss man das Kochbuch ganz durchblättern um beispielsweise eine indische Vorspeise zu finden.

Ganz unübersichtlich ist leider das Register. Diese ist zwar alphabetisch geordnet, aber leider nur die deutschen Rezeptnamen, nach Indischen kann man nicht suchen. Was die Suche nach einzelnen Rezepten dann ganz unmöglich macht, ist die sehr verwirrende Sortierung. Wenn man beispielweise „Lammkeule“ sucht, findet man diese unter Z wie „Zarte Lammkeule mit Gewürzen. Wer Bihari Kebab sucht, muss wissen, dass dies auf deutsch „Hähnchenspiesse mit Karamellaroma“ heißt.

Fazit

Ein interessantes Kochbuch, welches viele Rezepte der indischen Küche enthält. Allerdings leider etwas unübersichtlich und unstrukturiert, hier würde ich mir eine Überarbeitung wünschen.
Auch wäre es schön, wenn es mehr Bilder zu den Gerichten gäbe, gerade bei neuen und exotischen Rezepten hilft das extrem bei der Auswahl.

Ein Pluspunkt des Buches ist aber auf jeden Fall die Vielzahl und Vielfalt der Gerichte. Mir macht es Spaß es durchzublättern und nach mir unbekannten Gerichten zu suchen und diese dann nachzukochen.

Von mir gibt es für dieses umfangreiche Kochbuch ❤️❤️❤️ von ❤️❤️❤️❤️❤️ Kochherzen.

Über das Buch

Der schöne Schmuckband hat fast 500 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe EUR 49,00. Erschienen ist das Kochbuch im Hölker Verlaglink zum Buch bei Thalia.

Link zur Verlagsseite des Kochbuchs

weitere Bloggerstimmen zum Buch

Katrin von Lesestrickeule

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