Was braucht man wirklich zum Glücklichsein? Mit dieser Frage beschäftigt sich der neue Roman von Milena Agus „Eine fast perfekte Welt“. Auf nur 200 Seiten wird die drei Generationen umfassende Geschichte einer sardischen Familie erzählt.

Inhalt

Das Buch erzählt die Geschichte von Ester und Raffaele und ihrer Tochter Felicita. Ester ist Zeit ihres Lebens unzufrieden. Erst möchte sie Sardinen hinter sich lassen. Ihre Mutter macht sie für den Freitod ihres Bruders verantwortlich und das Leben auf der Insel in der Nachkriegszeit ist schwer.

Angekommen auf dem Festland, sehnt sie sich dann wieder nach Sardinien zurück. Einziger Lichtblick ist ihre Tochter Felicita, die im Gegensatz zu ihrer Mutter immer gut gelaunt und fröhlich ist. Das Buch begleitet diese ungewöhnliche Familie über drei Generationen.

Meine Meinung

Da ich die Insel Sardinien sehr gerne mag und wir hier seit Jahren regelmäßig Urlaub machen, war für mich klar, dieses Buch muss ich lesen!
Das Buch ist in drei Teile unterteilt: Das Festland, Sardinien und Amerika. Die Erzählung zieht sich über drei Generationen, beginnend zum Ende des zweiten Weltkrieges, bis in die Gegenwart. Die Hauptprotagonisten ist Felicita, der nur ein Akzent zum Glück fehlt. Felicita ist – im Gegensatz zu ihrer Mutter Ester – immer gut gelaunt und überall glücklich.

Nach dem Scheitern ihrer großen Jugendliebe zieht sie in die Hafenstadt Cagliari wo sie mit ihrem Sohn Gregorio ihr Leben verbringt. Beide, Mutter und Sohn, sind ganz anders als es die Konventionen erwarten lassen. Sie wirken zu positiv und teilweise auch naiv in ihren Handlungen – sind aber mit sich und ihrem Leben im Reinen.
Besonders Felicita wirkt geradezu unerschütterlich positiv und lebensfroh. Dies wirkte auf mich beim Lesen teilweise unverständlich, Milena Agus zeichnet die Figur Felicita ganz neutral, so dass die Erzählung nie wertend wird.

Die Kapitel sind kurz und das Buch ist leicht lesbar geschrieben und man erfährt einiges über das Leben in Sardinien und über die Geschichte der Insel. Allerdings hatte ich mir etwas mehr Sardinienfeeling erwartet.

Fazit

Eine ungewöhnliche Erzählung, die kurzweilig und unterhaltsam ist, mich aber nicht gänzlich überzeugt hat. Auf jeden Fall ein interessanter Familienroman, der bestimmt eine schöne Lektüre für den Strandurlaub ist.

❤️❤️❤️ und 1/2 ❤️ Leseherzen für die sardische Familiengeschichte.

Mehr zum Buch

Das Buch „Eine fast perfekte Welt“ ist im Januar 2020 im DTV Verlag erschienen und kostet als gebundene Ausgabe EUR 20,00 – link zum Buch bei Thalia

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