2017 habe ich zufällig das erste Buch der Reihe „Die sieben Schwestern“ entdeckt und mich sofort in die Buchreihe verliebt. Die Geschichte über die Schwestern, die alle adoptiert wurden und einen ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergrund haben, finde ich sehr spannend. Nicht jeder Band hat mir gleich gut gefallen, aber interessant waren sie alle.

Inhalt

Im sechsten Band der Reihe „die Sonnenschwester“ lernen wir Elektra, die bislang jüngste und exzentrischste Schwester kennen. Sie ist ein internationales Topmodell, erfolgreich, launisch und abhängig von Drogen und Alkohol. Doch als ihre Großmutter Stella auftaucht verändert sich Elektras Leben und Sie erfährt mehr über ihre Wurzeln.

Meine Meinung

Nachdem mir die letzten beiden Bücher der Reihe “ die Perlenschwester“ Band 4 und “ die Mondschwester“ Band 5 nicht so gut gefallen haben, hat mich „die Sonnenschwester“ wieder vollständig überzeugt.

Das Buch ist etwas anders als die vorherigen Bände. Und es ist, mit 830 Seiten, das bisher umfangreichste Buch der Reihe. Davon war mir allerdings keine einzige Seite langweilig.

Es beginnt in der Gegenwart mit Elektra und ihren Problemen: Verlassen von ihrem Freund steckt Sie im Drogen und Alkoholrausch fest, davon überzeugt, dass niemand Sie wirklich kennt und versteht. Durch den Brief, den ihr verstorbener Adoptivvater jeder seiner Töchter hinterlassen hat, erhält auch Elektra eine kleine Information über ihre Vergangenheit: Sie hat eine Großmutter in New York, die nur ein paar Straßen weiter wohnt.

Durch Sie erfährt Sie die Geschichte ihrer afrikanischen Vergangenheit und lernt dadurch ihre Gegenwart besser zu gestalten.

Der Vergangenheitsstrang

Bildquelle: https://alchetron.com/Kiki-Preston

Der Vergangenheitsstrang spielt in den 1940er Jahren in Afrika. Cecily Huntley-Morgan, eine junge New Yorkerin aus gutem Hause, reist nach Afrika um sich von ihrer geplatzten Verlobung zu erholen. Hier besucht sie ihre Patentante Kiki Preston, eine der Personen im Buch, die es wirklich gab. Kiki, die den Beinamen „Kiki, mit der silbernen Spritze“ bekam, war bekannt für ihren ausschweifenden Drogenkonsum und ihr „lockeres“ Leben im Happy Valley in Afrika. Auch der im Buch vorkommende Muthaiga Club existierte wirklich, ebenso wie auch Jossylin Hay “ The Earl of Errol“ einen Platz in der Geschichte der Sonnenschwester gefunden haben. Mehr zu dieser Geschichte könnt ihr in diesem Artikel der Zeit nachlesen oder natürlich auch in „die Sonnenschwester“.

Dieser Part der Vergangenheit, die Vorgeschichte zu Elektras Großmutter Stella Jackson, nimmt den größten Platz im Buch ein. Mir hat dieser Part sehr gut gefallen. Als einzigenWermutstropfen habe ich dabei empfunden, dass dadurch die Geschichte von Stella und Elektras Mutter Rosa Parker etwas zu kurz kam. Diese spannende Epoche der Civil Rights, hätte meiner Meinung nach, mehr Platz verdient.

Von Unbekannt – USIA / National Archives and Records Administration Records of the U.S. Information Agency Record Group 306, Gemeinfrei

Elektras Mutter ist übrigens nach Rosa Parks benannt, auch wenn ihre Geschichte überhaupt nichts mit der im Buch gemeinsam hat, aber es ist sozusagen ein „Tribut“ an diese bewundernswerte Frau. Rosa Parks war Afroamerikanerin und weigerte sich, im Bus ihren Platz für eine weißen Fahrgast zu räumen. Sie wurde am 01. Dezember 1955 dafür verhaftet und ihr Fall war einer der Auslöser der Bürgerrechtsbewegung. Auf dem Bild hier ist sie mit Martin Luther King zu sehen.

Der Gegenwartsstrang

Aber nicht nur die Vergangenheit mit den gewohnten und super interessanten Bezügen zur Geschichte ist spannend und unterhaltsam geschrieben, sondern auch Elektras Geschichte in der Gegenwart. So unsympathisch sie in den vorherigen Bänden (den Geschichten ihrer Schwestern) wirkte, so sehr hat sie meine Sympathie in diesem Buch gewonnen. Ich finde ihre Entwicklung interessant und bemerkenswert. Endlich hat man die andere Seite der sonst so kapriziös wirkenden Elektra kennengelernt.

Fazit

Mit diesem Buch hat mich Lucinda Riley wieder als glühenden Fan der Schwesternreihe gewonnen. Der einzige kleine Wermutstropfen war beim Lesen für mich, dass die Geschichte von Elektras Mutter so kurz kam, überhaupt hatte ich gegen Ende das Gefühl, die Geschichte hätte noch einige Kapitel vertragen. Wahrscheinlich wäre das Buch dann aber zu lang geworden, schade, ich hätte gerne noch mehr gelesen.

Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf den letzten Band, welcher von der verschwundenen (unbekannten) Schwester handelt. Ich habe eine Vermutung wer dies sein könnte, und bin gespannt, ob ich recht behalten werde.

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung ❤️❤️❤️❤️❤️ Herzen für einen wunderschönen Roman mit einer sehr spannenden Hintergrundgeschichte!

Das Einfliessen von geschichtlichen Fakten und Anekdoten ist übrigens einer der Gründe, neben den Romanen an sich, warum ich diese Reihe so liebe.

Zum Buch

Das Buch ist im November 2019 im Goldmann Verlag als gebundene Ausgabe erschienen. Es hat 832 Seiten und kostet EUR 22,00 – link zum Buch bei Thalia

Die vora

Die bereits erschienen Bände in der richtigen Reihenfolge:

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