Es hat ja schon Tradition – jedes Jahr im Oktober erscheint ein neuer Fitzek und dieser hat immer einen festen Platz auf meinem „Leseplan“. So auch nicht anders bei dem neuen Psychothriller „das Geschenk“.

Ob „das Geschenk“ diesmal auch wirklich ein Geschenk war, hier gehen die Meinungen ja ziemlich auseinander….

Inhalt

Der Inhalt dürfte durch die massive Medienpräsenz den meisten zwischenzeitlich bekannt sein, deshalb fasse ich ihn nur grob zusammen. Es geht um Milan Berg, einen Analphabeten, der in einem Auto ein kleines Mädchen sieht, dass verängstigt aussieht und einen Zettel gegen die Scheibe drückt – aber er kann nicht lesen was darauf steht. Er begibt sich auf die Suche nach dem Kind und stößt dabei auf immer mehr Dinge, die er lieber hätte ruhen lassen…

Meine Meinung

Ich bin ja bekennender Fitzek-Fan. Seit 2008 (!!) fiebere ich jedes Jahr auf das neue Buch hin und lasse alles andere stehen und liegen, um es sofort zu lesen!

Auch dieses Jahr war die PR im Vorfeld grandios (VM Group, ihr seid grossartig!) und auch die limitierte Sonderausgabe hat mir optisch sehr gut gefallen.

Der Einstieg ist ziemlich brutal, für mich etwas „too much“, aber danach geht es (fast) in gewohnter Fitzek Manier weiter. Die nächsten Kapitel lesen sich super schnell – aber, mir fehlte die Spannung! Die ersten 2/3 des Buches fand ich schlicht und ergreifend langweilig, flüssig zu lesen, aber leider uninteressant. Keine der Figuren hat mich abgeholt, mit keinem der Protagonisten habe ich mitgelitten oder mitgefiebert.

Fast hätte ich das Buch abgebrochen, aber die Neugier, ob es doch noch spannend wird, hat gesiegt. Leider hat sich diese aber auch im letzten Drittel nicht wirklich erfüllt. Die gewohnte Fitzek-Wendung bei der man denkt „Oh mein Gott, klar, so funktioniert das! Wieso bin ich da nicht drauf gekommen? “ fehlte mir beim „Geschenk“. Im Gegenteil, ich fand die Wendungen diesmal übers Ziel hinaus gehend und inszeniert. Leider wirkte es erzwungen und konstruiert – für mich leider eine Enttäuschung.

Es ist schwer zu konkretisieren, was mir nicht gefallen hat, ohne zu spoilern. Es lässt sich vielleicht so zusammenfassen, die Protagonisten waren mir unsympathisch und haben nicht konsistent in ihrer Rolle gehandelt, die Story war zu konstruiert und die Spannung – das wichtigste Element eines Thrillers – fehlte mir gänzlich.

Fazit

Leider hat mich „das Geschenk“ nicht überzeugt, aber ich hoffe, das wird sich beim nächsten Fitzek-Thriller wieder ändern, und dieser reißt mich dann, wie man es von Fitzek gewohnt ist, wieder mit.

„Das Geschenk“ bekommt von mir 🖤🖤 von 🖤🖤🖤🖤🖤 Thrillerherzen, weil mir leider die Spannung fehlte.

Zum Buch

Das Buch ist im Oktober bei Droemer erschienen und kostet als limitierte Erstausgabe (gebundenes Buch in besonderer Verpackung) EUR 22,99 – link zum Buch bei Thalia

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