Ich habe mich sofort in das Buch verliebt als es letztes Jahr in einer Vorschau vorgestellt wurde. Das Buch der Spiegel ist ein Thriller/Roman, der in Princeton spielt und der mit der Zuverlässigkeit von Erinnerungen spielt. Dieses Setting fand ich gleich spannend und habe das Buch sofort zum Ersterscheinungstermin gekauft und verschlungen!

Zum Inhalt / Klappentext:

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen …

Meine Meinung

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln von unterschiedlichen Personen erzählt und ähnelt einem Spiegelkabinett – hinter jeder Biegung wird man mit einer anderen Version der „Wahrheit“ konfrontiert. Da ist der Literaturagent Katz, der ein unvollständige Manuskript erhält, welches von einem (realen) Mord handelt. Die Geschichte, die in dem Manuskript erzählt wird, handelt von Liebe, Betrug und einem Verbrechen. Richard Flynn, der Autor dieses mysteriösen Manuskriptes, schreibt in Angesicht einer schweren Krankheit, die Geschichte um den Mord des berühmten Professors Joseph Wieder nieder. Er, Richard, war damals selbst im Kreis der Verdächtigen und seine damalige Freundin Laura Baines die Lieblingsstudentin des Professors.  Dieses „Buch im Buch“ ist sehr spannend und mitreißend erzählt und man kann verstehen, wieso Katz unbedingt den Autor ausfindig machen will. Doch Richard Flynn ist bereits verstorben und der Rest des Manuskriptes bleibt verschwunden.

Neugierig geworden, versucht er auf eigene Faust die Wahrheit herauszufinden und den Rest des Manuskriptes zu finden. Dazu engagiert er seinen Freund und arbeitslosen Journalist John Keller. In diesem zweiten Teil des Buches versucht Keller, die verschiedenen Puzzleteile des Falls zusammen zu setzen und Zeitzeugen zu finden. Doch er ist mit seinen eigenen Problemen so beschäftigt, dass er die Recherche irgendwann einfach abbricht. Diesen Teil des Buches fand ich am schwierigsten zu lesen, da der unmotivierte John Keller auch irgendwie auf mich als Leser „abgefärbt“ hat.

Im dritten und letzten Teil kommt der Ex-Polizist  Roy Freeman zu Wort. Er war damals mit dem Fall betraut und dieser lässt ihm bis heute keine Ruhe! Auch er findet jetzt neue Details zu dem 30 Jahre alten Fall heraus. Doch man ist sich nie sicher was Wahrheit ist, wem man trauen kann, und warum  jeder eine andere Erinnerung an diese Zeit hat.

Genau das ist die Kernfrage des Buches, hier geht es eigentlich nicht so sehr um den ungeklärten Mordfall, sondern um das Thema der Unzuverlässigkeit der Erinnerungen. Ist es wirklich möglich Erinnerungen nachhaltig zu manipulieren? Ein spannendes Thema toll umgesetzt und spannend erzählt. In dem Buch steht das Verbrechen nicht so sehr im Fokus, als vielmehr die Geschichte darum herum.

Ich habe mir das Buch als Hörbuch gekauft, es ist wunderbar vorgelesen von Jonas Nay, Stephan Kampwirth, Volker Lechtenbrink,Sebastian Rudolph und Sascha Rotermund.

Mein Fazit:

Ein sehr intelligentes und auch sehr spannendes Buch welches toll vorgelesen wird. Seit diesem Monat ist es jetzt auch als Taschenbuch erhältlich, wer bisher gezögert hat, sollte es sich jetzt unbedingt zulegen!

Über das Buch

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Das Buch ist im Goldmann Verlag erschienen, es hat 384 Seiten und kostet als Taschenbuch EUR 10,00, als Hörbuch (meine Empfehlung!) EUR 12,95 beim Hörverlag, als gebundene Ausgabe auch beim Goldmann Verlag  EUR 20,00. Hier die Specialseite des Verlags mit einem Interview mit E. O. Chirovicis – unbedingt vorbeischauen!

Und sogar Denis Scheck war von diesem Buch begeistert (kommt ja nicht so oft vor) 🙂

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