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Markus Feldenkirchen – Was zusammengehört

Das Buch ist eine Liebesgeschichte – aber eine Liebesgeschichte die verpackt ist in die Geschichte rund um den Fall der deutschen Mauer, das Leben und die Probleme der Menschen in Irland und die Midlife-Krise eines Bankers Anfang 40 und die Finanzkrise.

Benjamin erhält einen Brief aus Irland den er ungeöffnet lässt, aber erschüttert von der Tatsache, dass ihm nach 20 Jahren dieser Brief erreicht, reist er nach Irland. Langsam erinnert er sich an seine Jugend und an seine Jugendliebe, den Brief zu öffnen wagt er allerdings erst ganz am Schluss.

Die Liebesgeschichte bietet den Rahmen des Buches, wird aber beiläufig und nebenbei erzählt. Es ist keine Schnulze und kein typischer Frauenroman, sondern eine spannende und einfühlsame Geschichte über das Erwachsen werden und über eine verpasste Liebe.

Eine unbedingte Leseempfehlung, ein spannendes und zugleich anrührendes Buch das sich flüssig liest und bis zur letzen Seite spannend ist.

 

Zwei an einem Tag – Der Film

Ja, ich hätte auf andere hören sollen….

Es ist ja nicht so, dass ich nicht von allen Seiten gewarnt wurde, alle haben gesagt, nicht das Buch lesen und dann den Film schauen – aber man will sich ja eine eigene Meinung bilden.

Hiermit warne auch ich jetzt davor, den Film anzuschauen nachdem man das Buch gelesen hat. Andersrum funktioniert es glaube ich. Dann hat man eine nette romantische Komödie Tragödie gesehen, liest das Buch und denkt sich: Wow, das ist ja noch viel besser als der Film.

Also, diesen Film könnt ihr euch getrost sparen, oder warten bis er auf DVD erscheint und nebenher bügeln

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

Ich gestehe, ich bin ein Sebastian Fitzek- Fan! Ich habe jedes seiner Bücher gelesen und / oder gehört, deshalb habe ich auch sehnsüchtig auf das neue Buch gewartet.

Und, das Warten hat sich gelohnt. Der Augenjäger schliesst sich thematisch an den „Augensammler“ an. Das heisst allerdings nicht, dass der Leser ahnen kann, welche Wendungen das Buch nimmt. Sebastian Fitzek schafft es, den Leser in seinen Bann zu ziehen, seine Thriller sind nie voraussehbar und am Ende ist alles plausibel und schlüssig.

Über den Inhalt möchte ich nicht viel sagen, anfangs schliesst sich die Handlung an den Augensammler an – man muss das Buch aber nicht gelesen haben um den Augenjäger zu verstehen. Die Geschichte der Hauptpersonen Alexander, Julian, Frank und Alina wird weitererzählt. Neu hinzukommt noch Dr. Suker, ein Psychopath der seines gleichen sucht. Tagsüber ist er ein angesehener Arzt, abends quält er Frauen bestialisch. Die blinde Alina wird von der Polizei zu dem Fall zugezogen und die Geschichte beginnt seinen Lauf zu nehmen.

Da ich eine „Thrillertante“ bin, geht es mir oft so, dass ich Wendungen in der Handlung voraussehen kann, ahne in welche Richtung der Autor den Leser führen will – nicht so bei Fitzek.

Ich kann den Augenjäger nur empfehlen, wer mit dem Lesen anfängt, wird das Buch so schnell nicht mehr aus der Hand legen wollen. Aber auch als Hörbuch ist es unbedingt empfehlenswert. Simon Jäger, der auch die letzten Thriller von Sebastian Fitzek eingelesen hat,  ist ein fantastischer Sprecher und macht den Thriller noch spannender als er sowieso schon ist.

David Nicholls – Zwei an einem Tag

Das ist das erste Buch welches ich auf Grund einer Kinovorschau gelesen habe.

Als ich in Midnight in Paris gewesen bin, kam der Trailer zu „Zwei an einem Tag“ und ich dachte sofort – wow, den Film musst du sehen! Da es bis November ja noch eine Weile hin ist, habe ich bei Amazon gestöbert und tatsächlich das Buch gefunden – das war wohl schon länger auf den Spiegel-Besteller Listen, ist mir aber nie aufgefallen, wahrscheinlich habe ich es wegen den Titel und Cover in die Rubrik „Frauenbücher“ gepackt und die lese und beachte ich eigentlich bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht.

Zurück zum Buch: Ich habe es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen und ich fühlte mich so von der Story gefesselt, dass ich traurig war, es so schnell durchgelesen zu haben. Zur Geschichte: Das Buch handelt von zwei Studenten die nach der Abschlussfeier eine Nacht  miteinander verbringen, beschliessen, Freunde zu  bleiben und sich tatsächlich über all die Jahre nicht aus den Augen verlieren. Die Geschichte von Dex und Em ist mitreißend, traurig und lustig, der Autor hat sich einen Tag im Jahr ausgesucht, an dem er Jahr für Jahr die Geschichte der beiden erzählt. Das Ende ist meiner Meinung sehr gut gelöst, wird aber nicht verraten.

Fazit: Absolute Leseempfehlung, ich werde mir auf jeden Fall auch noch den Film anschauen, wenn er im November im Kino startet.