Bei viel Vorschusslorbeeren und gehypten Büchern bin ich immer etwas skeptisch und fange mit etwas Vorbehalt die Lektüre an – zu oft wurde ich durch zu hohe Erwartungen enttäuscht.
„The woman in the Window“ ist ein Besteller in Amerika und England, viel beworben zum Start in Deutschland, welcher mich aber sehr positiv überrascht hat.

Zum Inhalt

Anna Fox lebt alleine in einem wunderschönen großen Haus welches, sie seit einem traumatischen Ereignis nicht mehr verlassen kann – sie hat Agoraphobie. Ihr Alltag ist relativ trist, sie schaut alte schwarz-weiß Filme, chattet im Internet und berät andere Betroffene in einer Online-Selbsthilfegruppe und sie trinkt – und das leider oft zuviel. In Kombination mit den Tabletten, die sie einnehmen muss, ist das eine verhängnisvolle Kombination….

Eines Tages beobachtet Sie ein schreckliches Verbrechen im Haus gegenüber- aber niemand glaubt ihr. Schlimmer noch, die Frau, die Opfer des Verbrechens wurde, scheint überhaupt nicht zu existieren.

Meine Meinung

Die Geschichte ist in kurze Kapitel eingeteilt. Anna, früher Kinderpsychologin, ist durch ein unbestimmtes Trauma aus der Bahn geworfen. Die Stimmung des Buches hat mich oft an das Fenster zum Hof erinnert. Dies wird noch dadurch unterstützt , dass Anna ihre Nächte damit verbringt, alte schwarz-weiß Filme und vor allem Hitchcock-Filme zu schauen und dabei die Wirklichkeit oft in den Hintergrund gerät. Diese bedrohliche, düstere Stimmung baut eine subtile Spannung auf, ohne das konkret etwas geschieht.

Der Leser weiß nie, ob er Anne glauben oder vertrauen kann, genauso wie sie selbst an sich zweifelt. Anna ist auf der einen Seite eine sehr starke, kluge und unabhängige Frau, ist aber andererseits eingeschränkt durch ihre Krankheit. Die Psychose, an der die Protagonistin leidet, ist perfekt und beeindruckend beschrieben. Das liegt auch daran, dass der Autor selber an einer psychischen Erkrankung leidet und diese in und mit dem Buch verarbeitet hat.

Das Buch reiht sich thematisch in die Thriller wie „Gone Girl“ und „the girl in the train“ ein, übertrifft diese aber meiner Meinung nach um Längen!

Fazit

Es ist ein klassischer Psychothriller den ich an einem Tag durchgelesen habe. Durch die unzuverlässige Erzählerin weiß man nie woran man ist, was Realität ist, und was Trugbild ist.
Ein raffinierte Geschichte, überzeugend erzählt die, bis auf den Showdown, ohne Gewalt auskommt.
Eine Verfilmung ist bereits geplant, darauf bin ich sehr gespannt.

Über das Buch

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Das Buch ist gerade im als broschierte Ausgabe im Blanvalet Verlag erschienen. Es hat 544 Seiten und kostet EUR 15,00.

Ich habe das Buch vorab vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank dafür. Die Rezension wurde davon nicht beeinflusst. Ich habe das Buch gelesen und gebe wie immer mit der Rezension meine persönliche Meinung wieder. Link zum Buch

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.